Bernd Feldhaus-Engamentpreis 2015

„Ehrenamt und Sportförderung“ war das Thema beim Kaminabend des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) am Mittwochabend, 27. Mai im SportCentrum Kamen•Kaiserau. Dieses illustre Forum erlebte zudem eine Premiere: Erstmals wurde in diesem Rahmen der Bernd-Feldhaus-Engagementpreis verliehen. Hiermit werden Studierende ausgezeichnet, die sich während ihres Studiums bürgerschaftlich engagieren, in den Mitgliedsvereinen des FLVW oder für den Sport in westfälischen Hochschulen.

Dieser Preis wurde benannt nach dem Münsterländer Pädagogen und Sportpolitiker Bernd Feldhaus. Jurymitglied Professor Dieter-Heinz Jütting von der Uni Münster: „Er war einer der politischen Vordenker für einen Sport für Alle.“ Der Preis wurde vom Förderverein Münsteraner Sportwissenschaft e.V. 2012 gestiftet und 2013 zum ersten Mal an die Fachschaft Sport der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vergeben. Im Vorjahr konnten für diesen Preis der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen, die Westfalen SPORT-Stiftung und die Stiftung Westfalen Initiative gewonnen werden. Die vier Organisationen wollen ein Zeichen setzen für die Anerkennung und Auszeichnung bürgerschaftlichen Engagements in Hochschule und Sport.

Die Bewerber 2014

Es bewarben sich acht weibliche und 51 männliche Studierende von 17 westfälischen Hochschulen (staatlichen Fachhochschulen, privaten Hochschulen, Universitäten) aus allen westfälischen Regionen. Das Durchschnittsalter der weiblichen Studierenden liegt bei 22 Jahren, das der männlichen bei 24 Jahren.

„Es liegen beeindruckende Bewerbungen vor, die zeigen, dass Sportvereine jungen Menschen finden und binden können und ihre Philosophie und ihre Strukturen ehrenamtliches Engagement generieren kann“, bilanziert Gundolf Walaschewski, Vorsitzender der Westfalen SPORT-Stiftung. Alle Bewerberinnen und Bewerber sind oder waren sportlich aktiv, die überwiegende Mehrzahl als Fußballerin oder Fußballer. Typisch für die Bewerberinnen und Bewerber ist, dass sie ihr Engagement als Schülerinnen oder Schüler und im Trainings- und Spielbetrieb begannen.

Die Preisträger 2014

2015ersterzweiterplatz
1. Preis: Karsten Becker (1.000 Euro) | 2. Preis: Lukas Grüner (500 Euro)
2015dritterplatz
3. Preis: Johanna Sengenhorst und Hans-Peter Drilling (je 250 Euro)

Es gab insgesamt vier „Sieger“, zweimal Platz drei: Zum einen für Johanna Sengenhorst (Coesfeld) für ihre Arbeit mit Kindergruppen und für Hans-Peter Drilling (SG Balve-Garbeck), der nach eigenem Bekunden 73 ehrenamtliche Stunden in seinem Verein in der Jugend- und Kinderarbeit verbringt. Mit Rang zwei wurde Lukas Güner bedacht, der als aktiver Behindertensportler selbst Weltmeister wurde und sich im Kreis Höxter als Kampfrichter, Trainer und Funktionär auszeichnete. Der erste Preis wurde Karsten Becker (FC Ostwig) zugesprochen, der sich maßgeblich für den Bau eines Kunstrasenplatzes (370.000 Euro) und der Schaffung eines Dorfmittelpunktes (200.000 Euro) einsetzte und beide Projekte finanz- und marketingtechnisch zu Ende brachte.

Neben Schecks von 1.000 bis 250 Euro konnten die Preisträger noch die Aussicht auf ein Praktikum oder eine Qualifizierungsmaßnahme mit nach Hause nehmen.

Der Preis wurde vom Förderverein Münsteraner Sportwissenschaft e. V. 2012 gestiftet und 2013 zum ersten Mal an die Fachschaft Sport der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vergeben. In 2014 konnten für diesen Preis der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW), die Westfalen SPORT-Stiftung und die Stiftung Westfalen Initiative gewonnen werden.

Das Preisgeld wurde deutlich erhöht und der Adressatenkreis auf alle Studierenden an Hochschulen in Westfalen erweitert. Die vier Organisationen wollen ein Zeichen setzten für die Anerkennung und Auszeichnung bürgerschaftlichen Engagements in Hochschule und Sport.

Von links: Hans-Peter Drilling, Lukas Grüner, Gundolf Walaschewski, Dr. Karl-Heinrich Sümmermann (Stiftung Westfalen Initiative), Johanna Sengenhorst, FLVW-Präsident Hermann Korfmacher, Karsten Becker, Prof. Dr. Dieter Jütting, Dr. Niels Lange (Stiftung Westfalen Initiative).
Von links: Hans-Peter Drilling, Lukas Grüner, Gundolf Walaschewski, Dr. Karl-Heinrich Sümmermann (Stiftung Westfalen Initiative), Johanna Sengenhorst, FLVW-Präsident Hermann Korfmacher, Karsten Becker, Prof. Dr. Dieter Jütting, Dr. Niels Lange (Stiftung Westfalen Initiative).